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Frustfrei lernen – wie geht das?

August 9, 2013 Lernmotivation No Comments
Frustfrei Lernen

Lernen mit und ohne Frust

Dem einen fällt Mathematik einfach, dem anderen legen Fremdsprachen und ein anderer mag einfach nur mehr über Geschichte und die verschiedenen Länder der Welt lernen. Themen und Fächer, für die man sich interessiert, machen Spaß, man versteht Dinge schneller und hat beim Lernen sogar Spaß. Wenn man jedoch z.B. Mathe überhaupt nicht mag, dann fühlt man sich oft frustriert. Es kommt einem so vor, als würden die Zahlen und Buchstaben sich in Foltermaschinen verwandeln, wenn man Zeit mit ihnen verbringt. Oft möchte man etwas ja verstehen, selbst wenn man einfach nur eine gute Note haben möchte. Wie kann man jedoch den Frust vermeiden?

frustfrei lernen

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Einen Sinn finden

Frust beim Lernen entsteht oft, weil man den Stoff nicht mag und keinen Sinn darin sieht. Z.B. denkt man: „Warum sollte ich denn all diesen Mist der höheren Mathematik lernen, wenn ich das in meinem Leben sowieso niemals verwenden werde?“ Gute Frage für alle, die keine Mathematiker werden möchten. Aber machen wir uns jemals die Mühe auf diese Frage auch eine Antwort zu finden? Nicht wirklich! Wenn wir frustfrei lernen möchten, dann ist es jedoch wichtig, dass wir in dem, was wir lernen möchten oder müssen, auch einen gewissen Sinn sehen.

Fragen Sie sich also nicht nur, warum Sie etwas lernen sollten – beantworten Sie diese Frage auch. Stellen Sie Nachforschungen an: Wofür ist das Gelernte eigentlich gut? Warum gibt es dieses Wissen? Für was ist es gut? Hat das Thema direkt oder indirekt etwas mit Ihrem Leben zu tun? Wenn man einen Sinn findet, dann macht auch das Lernen viel mehr Sinn und man ist oft viel motivierter, das Thema wirklich zu verstehen, denn es gibt schon einen Grund, warum es höhere Mathematik gibt (als Beispiel).

Das Lernen planen und einteilen

Lernstoff wird in Schulen nicht grundlos in verschiedene Lernziele eingeteilt. Man kann schlicht und einfach nicht alles auf einmal lernen. Das ist sehr wichtig, wenn man frustfrei lernen möchte. Sie müssen verstehen, dass Sie alles in kleinen Schritten angehen müssen. Schauen Sie sich das Thema an und überlegen Sie sich, wie Sie dies am Besten einteilen. Stellen Sie einen Plan auf und hacken Sie nach und nach die Lernziele ab. Gehen Sie nur dann zum nächsten Lernziel über, wenn Sie das vorherige Lernziel wirklich verstanden haben, denn oft bauen Lernziele aufeinander auf und es ist wichtig, dass man die Grundlagen versteht. Denn wenn man die Grundlagen nicht wirklich versteht, dann wird das Lernen nach und nach sehr frustrierend!

Belohnungen

Wenn man weiß, dass am Ende einer (erfolgreichen) Lernsitzung eine Belohnung wartet, dann ist es viel einfacher frustfrei zu lernen, denn man hat etwas, auf das man sich freuen kann. Belohnungen tun vor allem dann gut, wenn man auch wirklich hart dafür gearbeitet/gelernt hat. Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie sich etwas gönnen (z.B. Schokolade oder einen tollen Eiskaffee aus dem Café in der Hauptstraße), es aber nicht wirklich verdient haben? Man fühlt sich danach etwas schuldig und hat oft ein schlechtes Gewissen. Wenn man jedoch weiß, dass man erfolgreich gelernt hat, wie eine bestimmte chemische Reaktion zu einer weiteren Reaktion führt und welchen Einfluss dies auf das Leben auf dieser Welt hat, und man im nächsten Chemietest wahrscheinlich eine gute Note bekommen kann, dann fühlt sich eine Belohnung richtig gut an. Die Belohnungen sollte man jedoch realistisch auswählen: d.h. man sollte sich nicht für nur 10 Minuten belohnen!

Kleine Belohnungen sind gut für das Erreichen von Lernzielen, größere Belohnungen (wie z.B. ein Kinobesuch) sind angemessen, wenn man eine sehr gute Note schafft oder ein herausforderndes Ziel erreicht.

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