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Gedächtnistraining

August 12, 2013 Methoden No Comments
Gedächtnistraining

Es gibt Dinge im Leben, die vergessen wir nie – die erste große Liebe, den ersten Kuss oder das erste eigene Auto. Doch in vielen Momenten ertappen wir uns dabei, wie wir uns selbst fragen: „Wer war das gleich wieder, den ich vor 3 Minuten am Eingang begrüßt habe?“ oder „Wie war gleich nochmal meine neue Handynummer?“ Mit Hilfe von Gedächtnistraining können wir diesen simplen Problemen aber entgegenwirken und unser Gehirn nicht nur für den Alltag fit machen.

Die Mnemotechnik, oder auch Gedächtnistraining, hat ihren Ursprung im 19. Jahrhundert und ist ein Kunstwort abgeleitet von der griechischen Göttin „Mnemosyne“. Diese Methode beschreibt Merkhilfen (Eselsbrücken), wie zum Beispiel der Einsatz von Reimen, Merksätzen, Schemata oder Grafiken. Aber neben diesen kleinen Hilfen gehören auch komplexe Systeme zur Mnemotechnik, mit Hilfe deren man sich Listen mit tausenden Wörtern oder sogar ganze Bücher merken kann. Das Gehirn ist eben auch ein Muskel und kann mit den richtigen Methoden genauso trainiert werden, wie der Bizeps deiner rechten Hand.

Die 7 Mentalfaktoren für das Gedächtnistraining

Gedächtnistraining

Gedächtnistraining

Um dein Gehirn richtig zu trainieren und als Grundlage für dein individuelles Gedächtnistraining gibt es 7 wichtige Faktoren, die ein schnelles und abrufsicheres Lernen ermöglichen. Diese 7 Punkte sind: Logik, Lokalisation, Visualisation, Transformation, Assoziation, Phantasie und Emotion.

Logik

Die beste Art und Weise sich Lernstoff zu merken ist mit Sicherheit, ein logisches Verständnis für den Zusammenhang aufzubauen. Oft ist dies aufgrund gegebener Umständen schwierig, wenn zum Beispiel Lernunterlagen, wie Vokabeln, keinen geeigneten Grundstock bieten, um eine Logik zu erkennen. Daher liegt es an uns, das Lernmaterial richtig aufzubereiten und so mit Hilfe von Gedächtnistraining Logik und Kombinationsgabe zu fördern.

Lokalisation

Dieser Faktor beim Verinnerlichen von neuem Lernstoff dient dazu, das Wissen so abzuspeichern, dass es nicht nur ohne Lücke, sondern auch in einer festgelegten Reihenfolge aus dem Kopf abgerufen werden kann. Zum Beispiel kann das in einer Übung während des Gedächtnistraining so aussehen: Man verknüpft den Schulweg und uns bekannte Orte mit Informationen. Die Fahrt mit dem Schulbus über gewisse Haltestellen gibt uns dabei sogar die Möglichkeit Informationen in einer von dir festgelegten Reihenfolge abzuspeichern.

Visualisation

Viele Menschen besitzen die Gabe sich Informationen visuell einzuprägen und diese zu einem späteren Zeitpunkt vor ihrem geistigen Auge abrufbar zu machen. Der Pin zum Freischalten deines Handys oder eine Telefonnummer lässt sich doch über das Muster beim Eintippen auf dem Tastenfeld viel leichter merken, oder? Über die richtigen Übungen bei deinem Gedächtnistraining lässt sich die Fähigkeit Informationen bildhaft im Kopf abzuspeichern noch viel weiter ausbauen.

Transformation

Das Umwandeln abstrakter Informationen, wie zum Beispiel von Variablen in der Mathematik oder schwierigen Vokabeln, kann uns dabei helfen Informationen in einfachere Zusammenhänge herunter zu brechen. Fast jedem Menschen fällt es nämlich schwer solche komplexen und abstrakten Lerninhalte im Kopf zu verewigen. Durch das Gedächtnistraining fällt es zunehmend leichter theoretischen und trockenen Stoff in seiner Einfachheit darzustellen und zu verinnerlichen.

Assoziation

Wer kennt sie nicht? Die Assoziationskette? Durch die Verbindungen zwischen Informationen kann die Aufnahme der Lerninhalte noch weiter optimiert werden. Der Lernstoff wird dabei nicht nur leichter aufgenommen, sondern bleibt länger Abrufbar und der Prozess verbessert dabei die Intelligenz. Oft wird nämlich verlangt Informationsstränge, die nichts miteinander zu tun haben, gedanklich miteinander zu verbinden. „Um die Ecke-Denken“ schult dabei deinen Blick hilfreiche Verbindungen zu finden. Das richtige Gedächtnistraining verbessert auch deine Verbindungen zwischen bereits abgespeicherten Informationen und dem zu lernenden Stoff.

Phantasie

Ob in der Schule, der Universität oder bei einer Weiterbildung, oft wird der Lernstoff auf das Wesentliche reduziert. An sich keine schlechte Sache, doch beraubt uns dieser Ansatz der Kreativität. Vor allem bei der Bildung einfacher Merkhilfen für unser Gedächtnistraining ist das einfallsreiche Verpacken von Informationen von essentieller Bedeutung.

Emotion

Wie am Anfang des Textes erwähnt, bleiben manche Ereignisse ein Leben lang in Erinnerung, wenn diese einen starken emotionalen Einfluss auf uns ausgewirkt haben. Emotionen können somit als perfekter Kleber für Informationen dienen. Zum Beispiel kann dein Gedächtnistraining bewusst emotionale Bilder in das zu lernende Material integrieren.

Leistungssteigerung durch das Gedächtnistraining

Moderne Trainingsmethoden können die geistige Fitness und somit jeden der oben aufgeführten Faktoren steigern. Das Training wird im Weiteren auch als Gehirnjogging bezeichnet. Es wird dabei nämlich nicht wie beim Sudoku nur ein bestimmter Teilbereich des Gehirns beansprucht, sondern aktiviert und fordert verschiedene Zonen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass durch regelmäßiges Gedächtnistraining die Leistungsfähigkeit nicht nur in den trainierten Übungen gesteigert, sondern sich auch die Leistung in alltäglichen Aufgaben signifikant erhöht wird. Die Intelligenz lässt sich also doch mit regelmäßigem Training und verschiedenen Lerntechniken steigern!

 

 

 

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