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Gehirnjogging

September 29, 2013 Lerntechniken No Comments
Gehirnjogging
Gehirnjogging

Gehirnjogging

Pro Tag solltest du dir mindestens zweimal fünf Minuten Zeit für deine grauen Zellen nehmen, denn wer sein Gedächtnis nicht trainiert oder immer nur Routine hat, nimmt schwere Folgen in Kauf. Wer in der Freizeit lieber nur fernsieht, als spannende Gespräche zu führen, riskiert ein schlecht vernetztes Nervengeflecht. Die Synapsen im Gehirn erschlaffen oder können sich sogar ganz auflösen. Dadurch nimmt nicht nur die Gedächtnisleistung ab, sonder ebenso die die Fähigkeit neue Lösungsansätze zu finden.

Das Gedächtnis kann wie ein Muskel trainiert werden. Nervenzellen können sogar nachwachsen und sich so neue neuronale Verknüpfungen bilden. Gehirnjogging kann über längere und konstante Zeiträume hinweg diesen Effekte erzielen. Zwar können Kreuzworträtsel oder das allseits beliebte Sudoku des Gehirns stimulieren, jedoch sind die Effekte am größten mit gezielten Gehirnjogging Übungen. Wichtig dabei ist, dass alle Bereiche der grauen Zellen angesprochen werden. Diese sind zum Beispiel: die räumliche Orientierung, die Alltagsentscheidungen, das Verständnis von Zusammenhängen, das Wortschatztraining, die Merkfähigkeit, das Strukturieren, die Fantasie und Kreativität, das assoziative Denken und das Jonglieren mit Zahlen. Viele Übungen basieren darauf das Kurzzeitgedächtnis zu fördern. Ein solches Training ist sogar besonders geeignet für Senioren, da dadurch die Durchblutung im Gehirn gefördert und vor der altersbedingten Vergesslichkeit schützt. Gut trainierte graue Zellen beugen somit Vorstufen der Demenz vor.

Tägliches 10-minütiges Lesen von Spiegelschrift führt zum Beispiel zur erhöhten Bildung von grauer Substanz in der Rindenregion des Gehirns. Dadurch bilden sich mehr Kontaktstellen zwischen den Nervenzellen und werden dadurch leistungsfähiger. Logik-Übungen, wie das vervollständigen einer Zahlenreihe, schulen das analytische und logische Denkvermögen. Das Verlassen der eingefahrenen Denkmuster und das Lösen von Problemen von unterschiedlichen Blickwinkelt trägt ebenfalls dazu bei neue Verknüpfungen zu erzeugen. Eine der besten Methoden ist jedoch die grauen Zellen mit gezieltem Gedächtnistraining zu formen, da dadurch auch das Langzeitgedächtnis verbessert werden kann. Ein Kernpunkt bei allen diesen Möglichkeiten ist jedoch, um sich geistig fit zu halten, nicht permanent das Gleiche zu tun. Wer hier mehrere Methoden kombiniert und dadurch immer wieder für Abwechslung sorgt, kann durch neue Anregungen verhindern, dass sich das Gehirn daran zu schnell gewöhnt.

Verschiedene Übungen dafür wären zum Beispiel:

1. Spiegelverkehrt schreiben

Man benötigt ein Blatt Papier und einen Stift. Schreibt darauf einen beliebigen Text. Wichtig ist dabei (und darin liegt die Schwierigkeit) den Text mit der Hand zu schreiben, die man sonst nicht verwendet.

2. Rückwärts sprechen

Das Sprachzentrum sowie die Konzentrationsfähigkeit werden dadurch besonders gefordert. Denkt euch einen beliebigen Satz aus und versucht ihn rückwärts zu sprechen. Im Laufe der Zeit sollte es euch möglich sein immer schneller rückwärts zu sprechen.

3. Buchstabieren

Diese Übung ist wohl die einfachste aller Gehirnjogging-Übungen. Das Gute daran ist, dass man den Schwierigkeitsgrad individuell steigern kann. Denkt euch dafür lange Wörter aus und buchstabiert diese von vorne nach hinten so schnell ihr könnt.

4. Buchstaben zählen

Die Wörter die Ihr euch zum Buchstabieren ausdenkt, könnt Ihr ebenfalls dafür verwenden die Buchstaben zu zählen. Sagt das Wort laut vor und nennt so schnell ihr könnt die Anzahl der darin enthaltenen Buchstaben.

5. Zählen

Leichter gesagt als getan. Nehmt euch ein bestimmtes Intervall vor und zählt rückwärts von 100 auf null. Zum Beispiel in Vierersprüngen. Die Schwierigkeit könnt ihr ebenfalls erhöhen. Wählt dafür einfach andere Intervalle oder zählt in einer anderen Sprache.

6. Das Alphabet in umgekehrter Reihenfolge

Von A bis Z ist keine große Herausforderung. Aber lässt man Buchstaben aus und nennt nur jeden dritten oder vierten Buchstaben wird das ganze schwieriger. Rückwärts aufsagen und dabei jeden zweiten Buchstaben auslassen ist, wie ihr feststellen werdet, alles andere als einfach.

Diese vorgeschlagenen Gehirnjogging-Übungen sind jedoch nur eine kleine Auswahl für das tägliche spielerische Training zwischendurch. Wichtig ist dabei aber auch eine gewisse Konstanz. Setzt euch zweimal am Tag feste Zeiten oder versucht so oft wie möglich kleinere Übungen durchzuführen, denn: wer rastet, der rostet.

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