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Gehirnnahrung

Juli 24, 2013 Ernährung No Comments
Gehirnnahrung

Forscher und Wissenschaftler machten sich daran, herauszufinden, ob richtiges Essen auch klüger machen kann und die Hirnaktivität fördern kann. Man will dabei ermitteln, wie sich konkrete Ernährung auch auf das Gehirn auswirkt, da es dazu bisher wenige Studien auswirkt. Besonders gut für die Nerven sind dabei offenbar Fruchtsäfte, Rüben und Fleisch. Durch diese Gehirnnahrung bleibt man ruhiger und entspannter. Ebenso förderlich für die Gehirnleistung soll, laut den Ernährungswissenschaftlern, Fisch sein.

Gehirnnahrung

Gehirnnahrung

Als Probanden kamen dabei nicht etwa gestandene Menschen zum Einsatz, sondern über 100 Babys, die fertigen Brei im Dienste der Wissenschaft aßen. Dabei teilte man in zwei Gruppen auf, erste erhielt vom vierten bis zum zehnten Monat fertige Menüs, welche acht Prozent Fleisch und Maiskeimöl enthielten, die andere Hälfte wiederum erhielt mehr Fleisch, etwa 20 Prozent der Ernährung bestanden aus Fleisch, statt Maisöl verwendete man allerdings aus Raps gewonnenes.

Dabei wollte man während der Studie vor allem herausfinden, ob das Gehirn eines Babys so mit den richtigen Nährstoffen versorgt werden kann, dass alle kognitiven Fähigkeiten gut bzw. komplett ausgebildet werden. Eigentlich ist auch aktuell die Ernährung schon sehr gut, man wollte allerdings herausfinden, ob noch weitere Optimierung stattfinden kann, um die Hirnleistung noch zu erweitern.

Der Verhaltensbiologe James Jospeh, lehrender Professor an einer Universität in Boston, äußerte dazu, dass vor allem Stoffe in Fisch, Fleisch, Gemüse und Obst die Hirnleistung stärken und somit als Gehirnnahrung fungieren, wenn man sie richtig kombiniere– vor allem sei aber noch sehr viel Potential ungenutzt, da viele Menschen nicht wüssten, welche Stoffe wichtig seien und es auch weitestgehend unterschätzt würde.

Ebenso sind Wissenschaftler der Meinung, dass gute Ernährung auf das Gehirn beinahe wie Medizin wirke, welche die Leistung erhöhe. Die Ströme im Denkapparat werden erhöht, wenn die richtigen Stoffe genutzt werden. Bereits heute findet man in Buchhandlungen viel zu richtiger und gesunder Ernährung, doch wie sich diese Produkte, welche gesund sind, dann konkret auch auf die Denkleistung auswirken, war bis vor kurzer Zeit noch wenig erforscht oder in irgendeiner Form wissenschaftlich gesichert, um daraus konkrete Schlüsse ziehen zu können.

Ernährung lange unerforscht

Viele Hirnforscher dachten sogar, dass die Zusammensetzung der Ernährung für Intelligenz und Kognition überhaupt gar keine Rolle spielt, wenn das Gehirn nur ausreichend versorgt sei, war nach ihrer Ansicht der Rest egal. Größtenteils stimmt das etwa für Botenstoffe auch, weil Aminosäuren vom Körper selbst hergestellt werden können, egal welche Lebensmittel man zuführt.

Wohingegen andere, nicht weniger wichtige Stoffe sehr viel wichtiger sein können. So wirkt sich etwa das Brot direkt auf das Gehirn aus und fördert bzw. beeinflusst die Bildung bestimmter Chemikalien, welche auch die Leistungsfähigkeit bewirken. Ein gutes Beispiel ist die Aminosäure Tryptophan, welche vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann, aber zum Beispiel in Braten enthalten ist. Der Blutkreislauf sorgt dafür, dass die Säure auch in den Denktrakt gelangt, wo sie durch Enzyme in den Botenstoff Serotonin umgewandelt wird, welcher von der Funktionsweise mit einem Antidepressivum verglichen werden kann: Man fühlt sich wohl, etwas schläfrig und ist recht entspannt, obwohl man gar kein Mittel genommen hat.

Das Essen kann aber nicht nur zur Ermüdung, sondern auch zur Leistungsoptimierung führen.

Die Studien haben auch auf Schüler zugegriffen, man untersuchte dabei, wie sich Schüler in der fünften Klasse ernährten. Nachdem man andere Faktoren, die das Ergebnis beeinflussten könnten, herausgerechnet hatte, ergab sich, dass eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und wenig gesättigten Fetten dazu führt, dass die Kinder nicht nur besser lesen, sondern auch schreiben konnten. Dies rief auch die Hersteller von industrieller Nahrung auf den Plan, welche nun entsprechende Gehirnnahrung in die Supermärkte brachten. Babynahrungserzeuger Hipp etwa vermarktet kleine Menüs, welche dank Omega-3-Fettsäuren die Hirnleistung von Kleinkindern erhöhen und fördern soll. Auch  Nestlé blieb nicht unbeteiligt, allerdings will man dort für 25 Millionen Franken forschen lassen, wie Ernährung und Gehirn zusammenwirken, um danach optimale Lösungen anbieten zu können.

Die Hirnforscher und Entwickler von Lebensmitteln stellten dabei fest, dass während der menschlichen Evolution vor allem die Ernährung sich auf die Hirnentwicklung niederschlug, je reichhaltiger das Essen war, desto größer entwickelte sich auch das Oberstübchen. Besonders erforscht ist es bei Docosahexaensäure (DHA), welche zu den Omega-3-Fettsäuren gehört und vor allem in den Membranen von menschlichen Hirnzellen vorkommt, dort ist sie für die Signalübermittlung und die ordentliche Funktionsweise des Hirns zuständig.

Eigens kann der Körper jenes DHA jedoch kaum herstellen, es muss mit der Nahrung aufgenommen werden, etwa über fetthaltigen Fisch, worin besonders viel davon enthalten ist. Manche Forscher vertreten sogar die These, dass der Fisch die Grundlage für das heutige Gehirn des Menschen sei – erst seit man des Fischens mächtig sei, begann das Wachstum des Gehirns wirklich. Der Mangel an Omega-3-Fettsäuren kann dazu führen, dass Aufmerksamkeitsstörungen, Rechtschreibschwäche, Schizophrenie oder auch Demenz auftreten, was laut Forschern einher mit den Ernährungsgewohnheiten geht.

Dies wirkt sich auf die allgemeine Gesundheit aus, während der Konsum von Omega-3-Fettsäuren zurückging, erhöhte sich die Rate von Depressionen. Dies ist in Japan anders, wo roher Fisch das Nationalgericht ist und Depressionen erstaunlich selten auftreten, trotz aller anderen Umstände.

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